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Spass ohne Reue

24. Dezember 2010

Sex sells! Zweifellos richtig ist diese inzwischen  allgemeingültige Wahrheit, die bestimmt jeder kennt. Alles, was mit der bedeutendsten  Nebensache der Welt zusammenhängt, ist in der virtuellen Welt zugänglich , da hier derzeit  ein großer Teil unseres Lebens  abläuft. Zunehmend  finden sich neben Onlinepartnervermittlungen auch Plattformen wie Matchmaking-24.com, auf denen sich User verabreden können, die zwar einen Lebensgefährten  haben, aber eben  auf der Suche nach einem sexuellen Stelldichein zwischendurch sind. Von Seitensprung-Agenturen ist die Rede, die dem anfragenden Kunden  die Vermittlung eines passenden  Gegenstücks versprechen - diskret versteht sich! Dem geplanten  Ehebruch steht damit folglich  nichts mehr im Weg… Denn es liegen die Vorteile auf der Hand: Ein weitaus vielfältigeres Angebot steht den Suchenden  online zur Verfügung. Da man ja schließlich  unter einem Pseudonym unterwegs ist, fühlt man sich außerdem  ganz einfach anonymer als in der Kneipe  um die Ecke. Da man ja davon ausgehen darf, auf Gleichgesinnte  zu treffen, sodass peinliche  Missverständnisse  ausgeschlossen sind, muss man auch  eine gar zu peinliche  Abfuhr nicht befürchten. Immerhin  bis zu 30 Euro betragen monatliche Beiträge, die Männer für ihre Teilnahme  entrichten müssen, während für Frauen derartige  Vermittlungen zumeist kostenlos sind. Die Bedingung dieses Mitgliederbeitrags soll die Seriosität der Seite unterstreichen und vor Witzbolden  und sogenannten “Trollen” schützen. Anhand eines aufgestellten Profils, für das man Angaben  zur Person und ggf. auch seine Vorstellungen und Fotos zeigt, macht man(n) sich darauf  auf die Suche nach einem (oder mehreren) Partner(n), die den eigenen Hoffnungen gleichen. Man muss also  nur den/die Richtige(n) auffinden! Und da liegt bestimmt  ein Problem: Eine Gewährleistung , dass man für das eigene  Geld auch etwas bekommt , also einen Partner für den Seitensprung, gibt es auch bei vermeintlich  seriösen Partnerbörsen nicht. Obwohl man Arbeit und auch Geld investiert hat, bleibt die Gefahr , nicht den erhofften  Erfolg nutzen  zu können. Es kann zur virtuellen Erotik übergehen und der verbale Austausch sollte anfangen , wenn man aber  dann jemanden entdeckt  hat, der den eigenen Wünschen zu genügen scheint. Im wirklichen  Leben steht die die Verabredung  an, wenn beide Nutzer einverstanden sind. Bleibt zu hoffen  dass sich beim ersten  Treffen die Hoffnungen  dann nicht ganz herb getäuscht sehen!  Denn dieser Internetbörsen haben ihren riesigen  Nachteil sicherlich  hierin: Darauf, dass die wohlwollenden “Beschönigungen” in der Eigeneinschätzung  nicht zustark  mit der dem tatsächlichen Leben auf Kriegsfuß stehen und es der Auserkorene genauso  ehrlich  mit einem meint, muss man setzen. Falls es dann früher oder später bei einem wirklichen Treffen ernst wird, lässt sich nämlich über die Realität  nicht mehr hinwegtäuschen. Schon  sind wir bei der nächsten  allgemeingültigen Wahrheit angekommen: Über Geschmack lässt sich streiten…

Hallo Welt!

8. August 2006

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